Was uns aktuell bewegt

Was uns bewegt?

MDM 4.0

Der Mobilitäts Daten Marktplatz kann auf eine erfolgreiche Historie zurückblicken, die bis ins Jahr 2007 zurückreicht. Als Kind seiner Zeit ist er als Publish/Subscribe Dienst konzipiert und implementiert. Für seine originäre Bestimmung als Business-to-Business Datenbroker hat sich dieses Konzept und die verwendete Technologie als bestens geeignet und zuverlässig erwiesen. Doch die Welt dreht sich weiter und in den letzten Jahren sind neue Trends und Technologieströmungen zu beobachten, aus denen Anforderungen an den MDM resultieren, denen wir uns stellen wollen.

So ist die derzeitige Architektur des MDM z.B. nicht völlig im Einklang mit Anforderungen an Open Data Portale, wie sie mehr und mehr von öffentlichen Akteuren angeboten werden. Auch die in der App-Entwicklerszene verwendeten Schnittstellen, aktuelle Entwicklungen im Bereich der Message Queuing Protokolle oder auch der International Data Spaces Association schauen wir uns genau an, um den MDM fit für die Zukunft zu machen.

Multimodale Reisendeninformationen

 

Der MDM bedient bisher eher Datenarten für den Kfz-Verkehr. Der Verkehrsteilnehmer, als „Endkunde“ der damit erzeugten Verkehrsinformationen, möchte jedoch zunehmend über verschiedene Mobilitätsoptionen informiert werden. Darauf reagieren viele Informationsplattformen wie Routenplaner, indem sie z.B. neben Pkw-Routen und -Reisezeiten auch Alternativen per Bahn oder Bus darstellen.

Die Frage ist nun, wie die zu Grunde liegenden Daten für die verschiedenen Verkehrsträger am besten in solche Plattformen gelangen. Eine zentrale, multimodale  Datenplattform für den B2B-Bereich ist sicherlich überlegenswert,  jedoch ist die Umsetzung einer solchen Plattform aufgrund verschiedenster Datenformate, Stakeholder und teilweise bestehender, paralleler Daten-Ökosysteme alles andere als trivial.

Wie der MDM in eine solche multimodale Datenwelt integriert werden kann, ist ein Thema, das uns derzeit stakt umtreibt, und das wir mit möglichen Datenakteuren, Stakeholdern und schließlich dem BMVI als unserem Auftraggeber intensiv diskutieren.

Baustelleninformation und –koordination

 

Ein andauernder Stressfaktor für den Verkehrsteilnehmer sind häufige Baustellen entlang von Straßen. Diese beeinflussen den Verkehrsfluss,  die Verkehrssicherheit und den Fahrkomfort. Eine umfassende Information über die Baustellenlage, sowie die Koordination der Baustellenplanung können hier Abhilfe schaffen.

Das bundesweite Baustelleninformationssystem (BIS), das die BASt durch Einspeisung von Baustellenmeldungen der Bundesländer bereitstellt, ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, dieses bildet jedoch bei weiten nicht das komplette Straßennetz ab, vor allem nicht kommunale Straßen. Die besondere Herausforderung in den Kommunen ist die Vielzahl von Akteuren in der Baustellenplanung und -durchführung, z.B. die eigene Straßenunterhaltung, städtische Tochterunternehmen, und externe Unternehmen wie Energieversorger.

Derzeit arbeiten viele Kommunen an einem Aufbau oder der Weiterentwicklung Ihrer Baustellenmanagementsysteme. Diese erleichtern die stadtinterne Koordination der geplanten Baustellen, indem z.B. Baustellen verschiedener Akteure, die am selben Ort geplant sind, zeitlich zusammengelegt werden. Weiterhin ist, vor allem in verdichteten Räumen, ein Austausch mit Nachbarkommunen sowie den Landesämtern unabdingbar, um z.B. Ausweichrouten zu koordinieren. Baustellenmanagementsysteme lassen sich softwaretechnisch oft leicht mit MDM-Schnittstellen ausstatten, sodass die Baustellenmeldungen über die gewohnten Kanäle den Verkehrsteilnehmer erreichen. Aber auch als „Datenhub“ zwischen den genannten Akteuren kann der MDM problemlos fungieren.

Wie weitere Datenakteure in diesem Umfeld zu einem intensiveren Datenaustausch motiviert werden können, und wie ein solcher Austausch funktionieren kann (z.B. über welche DATEX II-Profile), ist derzeit für uns ein Thema.

Startups

Der Megatrend Digitalisierung krempelt seit einigen Jahren viele Lebensbereiche und Wirtschaftszweige um. Eine daraus resultierende Entwicklung ist die weltweite Belebung der Startup-Szene, welche sich auch in den Bereichen Verkehr und Mobilität durchaus bemerkbar macht.

Der erleichterte Zugang zu Daten verschiedenster Domänen ist unabdingbar für den Erfolg vieler Startups. Durch die zentrale Rolle des MDM in der Datenbereitstellungslandschaft im Bereich Verkehrs- und Mobilitätsdaten für Deutschland, sind wir uns der Verantwortung bewusst hier möglicher „Enabler“ zu sein. Insofern unterstützen wir gerne junge (und alte) Startups indem wir eine zuverlässige Datenverteilplattform mit interessanten Daten bereitstellen. Und obgleich wir schon etliche kleine Unternehmen in dieser Form als Nutzer bedienen, versuchen wir stets auch weitere neuartige Anforderungen an Datenarten, -formaten und –prozessen aus der Startup-Welt kennenzulernen, um so noch attraktiver und hilfreicher für Startups zu sein.

2019 bemühen wir uns aus diesem Grund besonders um guten und intensiveren Kontakt zur Startup-Community.

Fahrzeuggenerierte Daten

Noch weit bevor selbstfahrende bzw. hochautomatisierte Fahrzeuge relevanten Marktanteil erlangen, werden große vernetzte Fahrzeugflotten auf deutschen Straßen unterwegs sein. Dies, zusammen mit den aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten der Fahrzeugsensorik, schafft große Potentiale für die Zugänglichkeit von Daten bzw. neuer Datenarten.

Zusammen mit einigen anderen EU Mitgliedsstaaten sowie Vertretern der Automobilhersteller und Dienstleister sind wir in der Data Task Force aktiv. Diese Gruppe wurde 2017 von EU Verkehrsministern und der EU Kommission ins Leben gerufen mit der Aufgabe den Datenaustausch mit Fahrzeugen innerhalb von Europa für sichereren und effizienteren Verkehr voranzutreiben.

Der erste Schwerpunkt dem wir uns in diesem Zusammenhang widmen ist die Verkehrssicherheit. So soll etwa in Zukunft, sobald ein Fahrzeug eine Gefahr wie Glatteis auf der Straße erkennt, diese Information als Warnmeldung allen anderen Fahrzeugen (unabhängig etwa vom Hersteller) verfügbar gemacht werden. Bis zur Etablierung nachhaltiger Datenflüsse und –prozesse hierzu, idealerweise harmonisiert für ganz Europa, sind noch etliche technische, rechtliche und organisatorische Fragen zu klären.

Klar indes ist, dass der MDM als Nationaler Zugangspunkt für Verkehrsdaten hier sicherlich eine zentrale Rolle bei der Verteilung solcher Warnmeldungen spielen wird.

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